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Druckverfahren erklärt: Hoch- und Offsetdruck – Teil 1 | sourc-e Wissen

Wissen Sie wie früher gedruckt wurde? Was ist „Offsetdruck“? Wie werden eigentlich unsere Banknoten oder Zeitungen gedruckt?

Druckobjekte begegnen uns im Alltag überall: Wir lesen Magazine und Gebrauchsanweisungen, blicken täglich auf bedruckte Tapeten und laufen auf bedrucktem Fußboden.

Aber was genau steckt dahinter und wie funktioniert das eigentliche „Drucken“?

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen zwei Druckverfahren der Print-Industrie vorstellen: das Hochdruckverfahren und den Offsetdruck.

Das Format wird eine dreiteilige Serie werden, in welchem wir insgesamt sechs Druckverfahren vorstellen möchten.

In der kommende Woche erfahren Sie in unserem zweiten Teil mehr über die Verfahren des Sieb- und Digitaldrucks.

Der Hochdruck

Der Hochdruck ist das älteste Druckverfahren. Erfunden von Johann Gutenberg um 1450, revolutionierte er den modernen Druck und machte Buchdruck im großen Stil erstmals möglich.

Diese Methode bedient sich beweglichen Metalllettern und einer Druckerpresse. Sie wird als direktes Verfahren bezeichnet, da die Druckplatte die Farbe direkt auf den Träger, z. B. Papier, gibt – eine Art Stempeldruck.

Heute wird das Hochdruckverfahren nur noch vereinzelt angewendet. Hauptsächlich bei handwerklich anspruchsvollen Grafiken oder aufwendigen Buchdrucken. Eine moderne Form des Hochdrucks ist allerdings der Flexodruck, welcher für das Bedrucken von vieler Materialien wie Tapeten, Kunststoff-Verpackungen, Folien, Servietten oder Wellpappe verwendet wird.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass der klassische Hochdruck sich besonders bei kleinen Auflagen nicht richtig lohnt, da das Verfahren ziemlich kostenintensiv ist und die Druckplatten außerdem mit der Zeit verschleißen.

Dennoch lässt sich durch den Hochdruck z. B. bei Reliefs eine besondere haptische Qualität erzielen, weshalb das Verfahren beispielsweise für den Druck von geprägten Visitenkarten immer noch angewandt wird.

Wenn es um alltägliche Druckobjekte wie Zeitungen, Kataloge oder Broschüren geht, kommt das Offsetdruckverfahren ins Spiel.

Der Offsetdruck

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der breiten Öffentlichkeit das wahrscheinlich bekannteste und populärste Verfahren der Druckindustrie von Caspar Hermann vorgestellt.

Der Offsetdruck ist, anders als der Hochdruck, ein indirektes Druckverfahren. Es gilt das Grundprinzip: Wasser und Farbe stoßen sich ab. Die Farbe wird auf erst auf die Platte
(Plattenzylinder) übertragen, dann auf ein Gummituch (Gummituchzylinder) und von dort aus auf den Bedruckstoff, der zwischen Gummituch- und Druckzylinder
durchläuft. Bedruckte und nicht bedruckte Elemente befinden sich auf einer Ebene, deshalb „Flachdruck“.

Der Offsetdruck ist das meist verbreiteste Druckverfahren, wobei  es zu einer Unterscheidung zwischen Rollen- und Bogenoffset kommt.

Bogenoffset eignet sich für kleine bis mittelgroße Auflagen während Rollenoffset das Drucken großer Auflagen von z. B. Tageszeitungen, Flyern, Telefonbüchern oder Beilagen zulässt.

Das Offset-Verfahren hat seine offensichtlichen Vorteile in seiner Wirtschaftlichkeit und in seinem Tempo. Da Druckplatte und Druckträger nicht miteinander in Berührung kommen, wird die Druckplatte geschont, wodurch der Verschleiß sehr gering bleibt. Außerdem kann somit eine breite Palette an unterschiedlichen Materialien (z. B. Papier, Karton, Kunststoff, Keramik oder Bleche) bedruckt werden.

Wie bereits erwähnt, möchten wir Ihnen gerne in der kommenden Woche das Sieb- und das Digitaldruckverfahren näher vorstellen. Bei sämtlichen Fragen hinsichtlich der Druckbranche stehen Wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

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