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Drucktrends 2020/2021 - Ausblick auf die Printbranche

Das Jahr 2020 ist und war für viele Marktteilnehmer in der Druckbranche eine Herausforderung. Interessanterweise hat die Corona-Pandemie die Digitalisierung in der Industrie in Teilen stark vorangetrieben. Allerdings ist die Annahme, dass Druckprodukte im Zuge dieser Entwicklung vom Markt verschwinden nicht eingetreten. Im Gegenteil ist Print nach wie vor ein wichtiges Werkzeug, um Kunden sinnlich anzusprechen. Denn die Digitalisierung hat auch dazu geführt, dass die Menschen gegenüber digitalen Medien überdrüssig geworden sind - es fehlt an haptischen und sensorischen Erfahrungen.

Es steht fest, dass sich die Druckbranche und der gesamte Beschaffungsprozess von Druckerzeugnissen nachhaltig verändert.


Drucktrend 1: Neue Infrastrukturen


Digitaler Print und Kampagnenabwicklung für Unternehmen

Blickt man auf die Entwicklung der Druckbranche zurück, so stellt man fest, dass vieleInnovationen - sowohl grafischer als technischer Art - ihren Anfang in der Druckindustrie genommen haben. Dennoch hat die Digitalisierung der Branche viele Handlungsfelder aufgezeigt, die es zu bearbeiten gilt.

Damit Unternehmen marktfähig bleiben können, ist es in erster Linie wichtig, sich schnell auf neue Gegebenheiten einzustellen. Das gilt sowohl für Druckeinkäufer als auch für Lieferanten, die ihre Infrastruktur anpassen müssen. Chancen bietet hier eventuell der Digital-Druck. Hierbei werden die Druckdaten digital und kontaktlos auf die Maschine übermittelt. Zwischenmedien wie Druckträger entfallen und machen den Digitaldruck flexibler und kostengünstiger.

Betrachtet man andere Druckverfahren ist es wichtig und möglich den Beschaffungsprozess auf einer Plattform zusammen zu führen. Denn so können z. B. ganzjährige Medienplanungen ohne langwierige Ausschreibungs- und Abstimmungsprozesse zwischen Druckeinkäufer und Druckerei realisiert werden.

Drucktrend 2: Plattformlösungen


Effizienz auch bei individuellen Druckproduktionen

Um sich klar zu positionieren wird auf Unternehmensseite der Wunsch nach einem individuellen Design bzw. individuellen Druckproduktionen immer größer. Dazu kommen weiterhin standardisierte Druckproduktionen in gewohnt hoher Auflage z. B. bei Katalogen, Broschüren oder Visitenkarten. Um diesen Bedarf zu decken bedarf es spezieller und smarter Plattformlösungen.

Plattformen sind das zentrale Geschäftsmodell der digitalen Ökonomie. Sieben der zehn wertvollsten Unternehmen arbeiten inzwischen als Interaktions-Manager zwischen Anbieter und Nachfrager. Das zeigt die Infografik von Dr. Holger Schmidt. Weil die Plattformen viele Wettbewerbsvorteile gegenüber klassischen linearen Unternehmen besitzen, setzen sie sich auch in B2B-Märkten immer stärker durch.

Dr.Holger Schmidt - Top 100 Plattformen der Welt

 

Die Print-IntelligencePlattform ist eine von diesen Lösungen. Durch einen smarten Algorithmus werden hier alle relevanten Parameter einer Druckproduktion von der Anfrage über die Druckpreiskalkulation bis hin zur Bestellung zusammengeführt. Unternehmen können auf dieser Basis einen komplett individualisierten Druckshop bekommen, in dem Sie wiederkehrende Produkte hinterlegen und neue Produkte kalkulieren und in kürzester Zeit bestellen können.

 

Drucktrend 3: Automatisierung

Bessere Prozesse für Lieferanten und Einkäufer


Auch Druckereien profitieren von automatischen, optimierten und flexiblen Bestellprozessen, denn Sie können dank der Technologie einen eigenen Druck-Shop mit allen Spezifikationen des eigenen Maschinenparks erstellen und ihren Kunden die Möglichkeit geben, direkt zu produzieren.

Druckunternehmen machen Kunden somit das Leben bzw. den Druckeinkauf viel leichter. So besteht die Möglichkeit, dass Kunden ein eigenes Produktdesign im System hinterlegen und auf andere Druckprodukte übertragen können. Es besteht Skalierungs-Potential für Standardprodukte wie die bereits erwähnten Visitenkarten, deren Design sich eventuell auch auf Schreibblöcken oder Broschüren wiederfindet.

Je mehr Funktionalitäten Druckereien ihren Kunden anbieten desto besser. Denn so entsteht nach und nach eine breite Kundenbasis und die Chancen auf mehr Umsatz steigen. Auch angesichts sinkender Auflagen oder häufiger Formatwechsel sehen sich Druckereien fortlaufend mit neuen Kundenbedürfnissen konfrontiert und stehen vor der Frage, wie sie wettbewerbsfähig bleiben können.

Auch hier liegt die Antwort wieder in der Automatisierung und Standardisierung von Produktionsprozessen. Ein vollautomatisches Auftrags-Management ist Voraussetzung, um im e-Business am Markt bestehen zu können. Unternehmen, die den Prozess vom Eingang der Bestellung über den Dateneingang für die Druckproduktion bis hin zur Weiterverarbeitung und den Versand alle Prozesse automatisiert haben, sind auf dem besten Wege in die Zukunft und legen den Grundstein für die Druckindustrie 4.0.


Drucktrend 4: Nachhaltigkeit im Druck

Das Thema Umweltschutz ist eines der treibenden Themen, dass im Rahmen der Corona-Pandemie aktuell in den Hintergrund gerückt ist. Es ist aber davon auszugehen, dass die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten wieder an Bedeutung gewinnen wird. Unternehmen und Konsumenten sind sensibler für das Thema Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit von Druckprodukten. Auch wird die Druckindustrie auf die veränderten Bedürfnisse ihrer Kunden reagieren müssen. Die Druckbranche sollte die Themen Müllvermeidung, Verpackung, Verwendung nachhaltiger Materialien sowie klimafreundlicher Versand mit auf die Agenda nehmen und sich um tragfähige Konzepte bemühen. Cradle to Cradle ist nur eins der Trendthemen und dazu auch eine spannende Möglichkeit den Produktionsprozess zu modellieren.

Der verstärkte Einsatz von Lösungen im Digitaldruckverfahren macht eine umweltfreundlichere Produktion möglich, denn der Verzicht auf Druckplatten verbessert die Umweltbilanz und es fällt weniger Abfall an.

Diese Vereinfachung imProduktionsprozess schont Ressourcen. Darüber hinaus sollten Druckunternehmen alle Produktionsschritte unter die Lupe nehmen. Ein weiterer Ansatz für große und kleine Druckbetriebe ist das Schließen von Klimapartnerschaften und Initiativen zur CO2-Einsparung, um sich als nachhaltiger Dienstleister zu positionieren.


Das sind die Drucktrends für 2020/2021


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die wichtigsten Print-Trends für 2020/2021 Automatisierung, Individualisierung und Nachhaltigkeit lauten. Diese Themenfelder sollten Druckereien auf dem Schirm haben, um in Zukunft erfolgreich arbeiten zu können. Die Digitalisierung der Druckbranche setzt vor allem Flexibilität voraus, denn das Marktumfeld und die Bedürfnisse der Kunden verändern sich schneller als je zuvor.

Die Automatisierung von Standardprozessen mit Blick auf eine nachhaltige Produktion ist der Schlüssel, um dauerhaft am Markt bestehen zu können. Unternehmen aus der Druckbranche verschaffen sich im Jahr 2021 einen klaren Marktvorteil, wenn Sie es schaffen die Nachfrage nach individuellen Produkten mit einer flexiblen und umweltfreundlichen Auftragsbearbeitung zu decken.

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