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Druckindustrie 2019 – Konjunktur, Zahlen & Ausblick


Der Druckmarkt begegnet uns im Alltag überall. Wir nutzen Verpackungen, lesen Magazine & Zeitungen oder schauen uns Fotobücher an - Druck ist omnipräsent.

Kein Wunder, dass die Druckindustrie einer der größten Wirtschaftszweige Deutschlands ist und mit einem Jahresumsatz von 700 Milliarden Euro sogar die Automobilindustrie übertrifft (500 Mrd. Euro).


Print sorgt für Umsatz, Einschaltquoten, Käufer, Wähler, Gäste, Marktanteile, Mieter, Nutzer und Besucher. 2018 waren mehr als die Hälfte aller Nettowerbeeinnahmen in Print gebündelt. Die restlichen 45 % waren auf TV, Radio & Online aufgeteilt.


Der Grund? Die deutschen Druck- und Medienunternehmen gehören zu den modernsten weltweit: Qualität und Geschwindigkeit der Produktionen befinden sich international auf höchstem Niveau - vom Unikat im Digitaldruck bis zur Millionenauflage im Offset.


Trotz des Wachstums, Geschäftsklima angespannt


Die deutsche Druckindustrie sieht sich allerdings mehr und mehr in einer wirtschaftlich schwierigen Lage. Mit einem Wachstum von 1,4 % ist das reale Bruttoinlandsprodukt 2018 zwar erneut gestiegen, die Dynamik des Wachstums nahm allerdings aufgrund des Abschwungs der Konjunktur deutlich ab.

Sinkende Nachfrage nach Print, deutliche Kostensteigerungen in einigen Bereichen & genereller konjunktureller Gegenwind, erschwerten vielen Unternehmen das Wirtschaften.


Der Kostendruck hat sich im letzten Jahr stark verschärft, und Unternehmen sind oftmals gezwungen, mit eigenen Preiserhöhungen zu reagieren. Kombiniert mit der rückläufigen Nachfrage, entwickelt sich ein betriebswirtschaftlich gefährliches Ungleichgewicht, welches viele Insolvenzfälle nach sich zog - waren es 2017 noch 73 Fälle, stieg die Zahl 2018 um 30 % auf 95 Fälle an.

Dennoch wird mit mehr Investitionen in den Bereichen Software und Prozesse gerechnet, vor allem weil die ungünstige wirtschaftliche Lage die Bedeutung von Prozessinnovationen immer mehr verstärkt. 

Andere Branchen machten es bereits vor, nun nimmt die Digitalisierung von Prozessen auch in der Druckindustrie weiter Fahrt auf. Das betrifft alle Prozessbereiche: von intelligentem Lieferantenpool, über individualisierte Druckprodukte bis hin zum innovativen Kalkulationsalgorithmus ist alles möglich.

Das Potenzial ist riesig, „dazu muss man aber die Denke ablegen, Druck nur nach dem Baukastenprinzip zu betreiben. So weitermachen wie bisher [...] ist definitiv der falsche Weg“, sagt Patrick Tonner, Geschäftsführer von Traffic Print im Interview mit print.de.

Print bleibt Vertrauensmedium

Obwohl die Printbranche durch die schnelle Entwicklung von Online-Medien immer stärkere Konkurrenz bekommt, bleibt ein Druckerzeugnis das Vertrauensmedium Nummer 1 bei deutschen Bürgern. Hier ein paar Fakten:


  • 91 % der Bundesbürger geben an, dass regionale Zeitungen für sie die wichtigsten lokalen Informationen bieten.
  • 80 % der Zeitungsleser sind bei der Lektüre ganz bei der Sache
  • 80 % der Bevölkerung halten Anzeigen in der Zeitung für glaubwürdig und zuverlässig.
  • 59 % der Bevölkerung lesen längere Texte lieber auf Papier als am Bildschirm.


Print ist also nicht nur vertrauenswürdiger, sondern wirkt schlichtweg wertiger und wird von vielen Menschen den digitalen Alternativen vorgezogen. 

Die These „Print ist tot.“, welche seit einigen Jahren immer lauter wird, ist also weit entfernt von der Wahrheit. Obwohl die Print Industrie vor einer wirtschaftlichen schwierigen Phase steht, sind Druckprodukte doch unverzichtbar und haben einen ungemeinen Mehrwert für fast jedes Unternehmen. 

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