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Der Ablauf einer Printproduktion

In der Marketingabteilung eines Unternehmens steht der Druck des alljährlichen Kataloges oder Gutscheine für eine Rabattaktion an. Bis das fertige Produkt letztlich beim Kunden landet, sind einige Arbeitsschritte nötig. Vom Mediengestalter in der Vorstufe über den Drucker in der Druckphase bis hin zum Logistiker bei der Lieferung - an einer Printproduktion sind viele verschiedene Personen beteiligt.

Step-by-Step:

Zunächst wendet sich der Marketing-Angestellte oder Grafikdesigner mit seinen Wünschen an verschiedene Druckereien. Im Idealfall sind die Angaben (oder im Fachjargon: Spezifikationen) so gut, dass die Druckerei keine Rückfragen mehr hat und direkt ein Angebot kalkulieren kann.

Der Kunde fragt mehrere Druckereien an, um Angebote zu vergleichen und sich schließlich für eine Druckerei zu entscheiden. Schon vor der Angebotsbestätigung werden auch die Details des gewünschten Produktes besprochen. Drahtheftung, Klebebindung oder eine Mattfolie zur Veredelung - all das muss im Vorfeld besprochen werden, um mögliche Missverständnisse zu klären und um nicht im späteren Verlauf unnötig Zeit zu verlieren. Manche Kundenwünsche lassen sich jedoch nicht immer 1 : 1 umsetzen. Nicht jede Papiersorte ist in jeder Grammatur (Gewicht des Papiers) erhältlich und auch nicht jede Bindungsart funktioniert bei jedem Printprodukt - so kommt eine Rückendrahtheftung nur bei einer Seitenanzahl infrage, die durch 4 teilbar ist.

Nachdem die technischen Details geklärt sind, wird der zeitliche Ablauf besprochen - also wann die Druckdaten vom Kunden an die Druckerei geschickt werden, wie lange die Druckerei für die Produktion braucht und wann der Kunde schließlich damit rechnen kann, das druckfrische Produkt in den Händen halten zu können. Die Druckdaten werden gewöhnlich per E-Mail als PDF-Dokument geschickt, sehr große Dateien auch über Filehosting-Dienste wie WeTransfer. Anschließend überprüft die Vorstufe einer Druckerei, ob bei der Datei der richtige Anschnitt angelegt wurde, die Auflösung passt und die Farben in CMYK (und nicht in RGB) angelegt wurden und keine Sonderfarben enthalten.

Bevor die Produktion beginnen kann, erhält der Kunde ein „Formproof“, um zu sehen, wie das Printprodukt in etwa aussehen wird. Nimmt der Kunde es so ab und hat keine Änderungswünsche mehr, werden die Druckformen angefertigt, Druckmaschinen eingerichtet, d.h. die Druckform eingespannt, die Farbe entsprechend dem Verbrauch eingestellt und für einen störungsfreien Papierlauf gesorgt.

Während des Drucks zieht der Drucker regelmäßig einen Kontrollbogen heraus, um zu überprüfen, ob die Farbe gleichbleibend und ordnungsgemäß gedruckt wird. Hierzu benutzt er automatische Messsysteme. Je nach Papier oder Verarbeitung kommt zu dem Druck noch eine Trockenzeit von zwei bis drei Stunden hinzu.

Im Anschluss kommen die Druckbogen in die Weiterverarbeitung, wo sie, je nach Wunsch des Kunden, vom Medientechnologen PostPress geschnitten, gefalzt oder klebegebunden werden. Hiernach ist das Printprodukt fertig und muss nun zum Kunden verschickt werden. Die fertig gebundenen Broschüren, Flyer oder Kataloge werden lose auf Paletten oder in einzelne Kartons verpackt und schließlich mittels Logistiker zur vereinbarten Adresse geliefert.


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